
Kathrin „Kathi“ Gebel ist eine deutsche Politikerin der Partei Die Linke und seit 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages. Als frauenpolitische Sprecherin ihrer Fraktion beschäftigt sie sich insbesondere mit Gleichstellung, Gewaltschutz, sozialer Gerechtigkeit und feministischer Politik.
Geboren wurde Gebel 1997 in Recklinghausen. Nach dem Abitur studierte sie Psychologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und schloss ihr Bachelorstudium im Jahr 2020 ab. Anschließend setzte sie ihr Studium an der Universität des Saarlandes fort. Bereits früh engagierte sie sich politisch und war von 2018 bis 2020 Bundessprecherin der Linksjugend [‘solid]. Seit 2022 gehört sie dem Parteivorstand der Linken an.
Im Jahr 2025 zog Gebel über die Landesliste Nordrhein-Westfalen in den Deutschen Bundestag ein. Dort ist sie ordentliches Mitglied im Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie stellvertretendes Mitglied im Gesundheitsausschuss. Zu ihren politischen Schwerpunkten gehören der Schutz von Frauen vor Gewalt, Lohngleichheit, reproduktive Selbstbestimmung und soziale Sicherheit.
Über die Grenzen der klassischen Politikberichterstattung hinaus wurde Gebel durch ihre direkte und schlagfertige Kommunikation bekannt. Besondere Aufmerksamkeit erhielt eine Bundestagsrede über Gewalt gegen Frauen, bei der sie auf Zwischenrufe des AfD-Abgeordneten Martin Reichardt mit einer pointierten Bemerkung über die Empfindlichkeit der Klitoris reagierte. Die Szene verbreitete sich anschließend stark in sozialen Medien.
Mit ihrer Kombination aus feministischen Positionen, sozialpolitischem Engagement und einem ungewöhnlich direkten Kommunikationsstil gehört Kathrin Gebel zu einer jüngeren Generation deutscher Politikerinnen, die parlamentarische Arbeit verstärkt mit moderner politischer Kommunikation verbindet.